La Palma - das unbekannte Paradies

Die wohl schönste der Kanarischen Inseln La Palma, von Ihren Einwohnern auch “La Isla Bonita” genannt. Sie ist die nordwestlichste des kanarischen Archipels, welches vor der südlichen Westküste von Marokko liegt. Die sieben Kanarischen Inseln sind allesamt vulkanischen Ursprungs, wovon La Palma mit ca. 2 Millionen Jahre die Jüngste ist.

Neben dem zweithöchsten Berg Spaniens (Roque de los Muchachos 2.426 Meter ü.N.N.) ist die Insel auch die steilste Gegend auf der Welt, gemessen an Ihrer doch eher kleinen Größe von 708 km².

Es gibt auf La Palma unzählige Mikroklimas, welche subtropische Vegetation, als auch mediterrane Flora aufweist. Entsprechend werden auf der Insel Bananen und Avocados, als auch Orangen und Wein angebaut.

Überhaupt ist La Palma sehr von der Landwirtschaft geprägt, welche immer noch die wirtschaftliche Stütze der Insel ist. Früher war auch die Viehzucht ein wichtiges Gewerbe, Kühe und Ziegen besaß jede Familie, welches aber in den modernen Zeiten, mit strengen hygienischen Gesetzen aus Europa, langsam ausstirbt.
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Die Ostseite ist durch den Regenreichtum sehr stark bewaldet, so findet man hier den noch einzigen Lorbeerurwald in Europa und viele andere zum Teil nur hier existierende Pflanzenarten. Der wohl berühmteste Vertreter der palmerischen Pflanzen ist der Drachenbaum. Die Graja, ein krähenartiger Vogel mit langem roten Schnabel, ist sogar nur hier heimisch.

Auf der Westseite der Insel, welche im Windschatten des Nordostpassats liegt, herrscht hingegen eher eine trockene von Kiefern betonte Landschaft.

Es gibt ein touristisches Zentrum im Osten der Insel, Los Cancajos, und eines im Westen von La Palma, Puerto de Naos. Auch das ehemals kleine und romantische Fischerdorf Tazacorte wird, wegen dem langen Sandstrand und den meisten Sonnenstunden Spaniens, langsam zu einem beliebten Ferienziel. Der Hauptteil der Touristen wohnt allerdings in den so genannten Casa Rurales, welches ländliche Häuser, meist alte renovierte Kanarische Bauernhäuser, sind. Die meisten Feriengäste sind Deutsche. Sie haben die Insel bereits in den achtziger Jahren entdeckt, und wohnen meist in einem ländlichen Kanaren Ferienhaus.

Allerdings ist La Palma eine Insel mit verhältnismäßig wenig Tourismus und nur einigen wenigen Hotels. Auch das Freizeitangebot besteht mehr aus Wandern und anderen Aktivitäten in der Natur. Allerdings findet man im geringen Ausmaß auch Angebote zu Mountainbiken, Gleitschirmfliegen und Hochseeangeln.

La Palma ist im Wandel, die Gelder der europäischen Union, welche große Bauprojekte, wie Straßen und Häfen fördern, sowie die Veränderungen in der Subventionspolitik Europas, die La Palmas Agrarstruktur beeinflussen.