Traumziel Thailand
Thailand ist immer noch Traumziel für Asien-Urlauber: Traumhaft die Tempel und Pagoden. Traumhaft die Strände. Und traumhaft (immer noch) die Preise.
Wo gibt es das schon: Eine Banane für zehn Pfennig. Ein gutes Essen für fünf Mark. Oder einen Anzug für gerade einmal 125 Mark - maßgeschneidert innerhalb von 24 Stunden? Das gibt es! Mitten in Bangkok, der Hauptstadt Thailands!
Urlauber profitieren von der anhaltenden Wirtschaftsflaute in Asien: Der Bath, die Landeswährung Thailands, ist rund 25 Prozent billiger als vor Jahren. Fast 20 Bath bekommt man für eine Mark, damals waren es nur 14 Bath.
Doch nicht gleich auf zum Schneider. Mein Weg führt nach langer Flugreise immer zuerst in den Tempel - in den Wat Po. Er ist nicht nur der größte Tempel Bangkoks (mit seinem kolossalen, 45 Meter langen, liegenden Buddha), sondern auch die beste Massageschule der Stadt. Einfach göttlich, die einstündige Behandlung. Danach ist man garantiert topfit für eine Tour durch die Zehn-Millionen-Metropole. Und das ist gut so. Denn für Bangkok braucht man Kondition. Vor allem aber einen langen Atem: Stickige Luft, stockender Verkehr. Menschen in Mengen. Kaum ein Durchkommen.
Dennoch - hier die Stadt im Schnelldurchgang: Zuerst zum Königsplatz (Sanam Luang) mit dem Königspalast und der Tempelanlage Wat Phra Kaeo, deren Entstehung mit der Gründung Bangkoks im Jahre 1782 zusammenfällt. Grimmige Wächterfiguren beschützen das Heiligtum mit dem geheimnisvollen Smaragdbuddha, einer nur 60 Zentimeter hohen Jadestatue. Fotografieren streng verboten! Danach eine Bootsfahrt durch die vielen Kanäle der Stadt (Khlongs), vorbei an Slums und Palästen mit Tea-Time im historischen Hotel Oriental. Es liegt direkt am Ufer des Chao Phraya, des Königsflusses, der die ganze Stadt durchzieht.
Weiter topfit? Dann hinein ins Nachtleben. Es müssen ja nicht (nur) die Go-Go-Bars rund um den Nachtmarkt in Patpong sein. Wie wär’s mit Spät-Shopping auf der Einkaufsmeile Silon Road?
Die Haupthandelsstraße wird in der Nacht zu einem Basar der Fälschungen und Raubkopien. Alles in feinster Qualität - von der Rolex-Uhr bis zum Louis-Vuitton-Koffer. Hunger? Ab 2 Uhr ist im Bor Gung Pao Seafood Center der (See-)Teufel los. Um 3 Uhr dann öffnet auf dem Talaad Pak Khlong der Großmarkt für Blumen, Obst und Gemüse. Lassen Sie sich von den Farben, Gerüchen und Geräuschen betören!
Von den Tempeln (und anderen Stätten) zu den Traumstränden Thailands. Sie liegen fast vor der Haustür der Hauptstadt - am Golf von Siam (heute: Golf von Thailand). Nur 200 Kilometer sind es bis Hua Hin, seit Generationen der bevorzugte Badeort der thailändischen Gesellschaft und bis heute Sommersitz der königlichen Familie. Auf der anderen Seite: Pattaya mit dem schönsten Sonnenuntergang am Golf. Das einst berüchtigte Sex-Bad wirbt mit Sicherheit und Sauberkeit. Doch trotz Verkehrsberuhigung: Noch immer lockt die sündige Meile.
Familien sind besser am neu entdeckten Rayong Beach mit kilometerlangem Sandstrand aufgehoben. Über der ganzen Stadt liegt der Geruch von frischem Fisch: Aus Rayong kommt die würzige Sauce, die bei kaum einem Thai-Gericht fehlen darf.
Info: Thailand ist mit mehr als 500 000 Quadratkilometern der drittgrößte Staat in Südostasien und anderthalb Mal so groß wie Deutschland. Das Land mit seinen 60 Millionen Einwohnern lässt sich in fünf Regionen gliedern, die alle touristisch interessant sind:
Zentral-Thailand mit der Hauptstadt Bangkok und der alten Kaiserstadt Ayutthaya, Nord-Thailand mit den Städten Chiang Mai und Chiang Rai, Nordost-Thailand mit den Städten Khorat und Khon Khaen, der Golf von Thailand mit den neuen Seebädern Pattaya, Rayong und Trat an der Ost- und den alten Bädern Cha Am, Hua Hin und Surat Thani an der Westküste sowie Süd-Thailand mit den Städten Phuket und Phang-Nga.
Thailand ist eine konstitutionelle Monarchie mit König Bhumibol als Staatsoberhaupt (seit 1946) und stark vom Buddhismus geprägt. In ganz Thailand herrscht tropisches Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit. Während der Regenzeit (Juni bis Oktober) wechseln sich kurze Schauer mit Sonnenschein ab. Von Bangkok aus erreicht man 21 Inlandsziele mit dem Flugzeug, Fernzüge fahren Richtung Norden bis Chiang Mai, Richtung Süden (unter anderem über Hua Hin) bis nach Singapur und Richtung Westen bis zur Brücke am Kwai. Die Tarife sind sehr günstig. Für ausländische Bahn-Touristen gibt es einen Visit-Thailand-Railpass.
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